
Mauerbiene: Fleißige Baumeisterin in Blüten und Gärten
16. Juli 2026Die Schleiereule zieht mit ihrem hellen Gefieder und dem herzförmigen Gesicht sofort alle Blicke auf sich. Außerdem gleitet sie fast lautlos durch die Dunkelheit. Dennoch bleibt die geschickte Jägerin oft verborgen, obwohl sie vielerorts nahe beim Menschen lebt.
Helles Gefieder und dunkle Augen
Schleiereulen besitzen einen schlanken Körper, lange Beine und breite Flügel. Dabei leitet ihr heller Gesichtsschleier selbst schwache Geräusche zu den Ohren. Ihre dunklen Augen liegen weit vorne und verleihen ihnen einen festen Blick. Die Oberseite schimmert meist goldbraun und trägt feine graue Flecken. Zusätzlich kann die Unterseite je nach Tier weiß, cremefarben oder leicht rostbraun wirken. Weiche Ränder an den Federn ermöglichen ihnen einen nahezu geräuschlosen Flug durch die Nacht.
Die Nachtjägerin kurz vorgestellt
- Wissenschaftlicher Name: Tyto alba
- Größe: 33 bis 39 Zentimeter
- Gewicht: 300 bis 400 Gramm bei europäischen Tieren
- Lebensraum: offene Kulturlandschaften, Höfe, Scheunen und Kirchtürme
- Nahrung: vor allem Feldmäuse, Wühlmäuse und Spitzmäuse
- Besonderheiten: herzförmiger Gesichtsschleier und nahezu lautloser Flug
Wo Dunkelheit und Weite locken
Schleiereulen kommen mit Ausnahme der Antarktis auf fast allen Kontinenten vor. Ebenso nutzen sie gern Bauwerke des Menschen als geschützte Ruheplätze und Brutorte. Für die Jagd brauchen sie freie Flächen mit niedrigem Bewuchs. Zum Beispiel finden sie über Wiesen und Äckern leichter kleine Beutetiere. Viele von ihnen bleiben das ganze Jahr in derselben Gegend. Allerdings können lange Winter mit viel Schnee ihre Suche nach Futter stark erschweren.
Mit feinem Gehör auf Jagd
Die Schleiereule frisst vor allem kleine Säugetiere und erbeutet gelegentlich auch einen kleinen Vogel. Zunächst lauscht sie von einem Sitzplatz oder während eines niedrigen Suchflugs. Ihr feines Gehör erkennt selbst eine Maus im hohen Gras. Mit einem schnellen Stoß fliegt sie herab und greift die Beute mit ihren kräftigen Krallen. Dadurch kann sie auch in sehr dunklen Nächten erfolgreich jagen. Zudem verschluckt sie kleinere Tiere meist ganz und würgt unverdauliche Reste später als Gewölle aus.
Lautlos, wachsam und ortstreu
- Schleiereulen jagen vorwiegend in der Dämmerung und während der Nacht.
- Genauso verteidigen viele Paare ihren gewählten Brutplatz über lange Zeit.
- Dabei verständigen sie sich mit kreischenden und schnarchenden Lauten statt mit typischem Rufen.
- Schließlich ziehen sie bei reichlich Nahrung mehrere Jungvögel in dunklen Nischen groß.
In der Stille genau hinhören
Die Schleiereule zeigt, wie wichtig ein ruhiger Blick und genaues Hinhören bei der Suche nach verborgenen Spuren sind. Überdies macht ihr lautloser Flug deutlich, dass große Wirkung nicht immer viel Lärm braucht. Hast du Schleiereulen schon einmal über einer Wiese fliegen sehen? Dann teile deine Beobachtung mit uns und verrate, was dich an dieser Nachtjägerin besonders beeindruckt hat!




