
Rotkehlchen: Warum der kleine Vogel auch im Winter singt
15. Oktober 2026Die Östliche Smaragdeidechse sucht am Morgen einen warmen Platz in der Sonne. Denn als wechselwarmes Tier braucht sie Wärme von außen. Danach geht sie auf die Jagd und klettert auch in Sträucher. Bei Gefahr flieht sie rasch in ein nahes Versteck.
Grüne Schuppen und ein langer Schwanz
Die Eidechsen haben einen kräftigen Körper und einen langen Schwanz. Die Männchen sind meist grün und tragen viele kleine schwarze Punkte. Zur Paarungszeit färben sich ihre Kehle und die Seiten des Kopfes kräftig blau. Dagegen zeigen Weibchen oft auch braune Flächen und helle Streifen. Allerdings können sich ihre Farben mit dem Alter ändern. Junge Tiere sind auf der Oberseite zunächst braun. Erst nach und nach werden sie grün. Der Schwanz macht bei beiden Geschlechtern einen großen Teil der Länge aus.
Die wichtigsten Angaben zum flinken Reptil
- Wissenschaftlicher Name: Lacerta viridis
- Größe: Bis 40 cm mit Schwanz
- Gewicht: Im Mittel 21,5 g
- Lebensraum: Sonnige Hänge, Waldränder, Weinberge und Gebüsche
- Nahrung: Insekten, Spinnen, Asseln, Schnecken und teils süße Früchte
- Besonderheiten: Tagaktiv, klettert gut und kann einen Teil des Schwanzes abwerfen
Warme Hänge mit Hecken und Felsspalten
Östliche Smaragdeidechsen sind von Mitteleuropa über den Balkan bis in die Ukraine und die Türkei heimisch. In Österreich kommen sie etwa in der Wachau und in Kärnten vor. Ebenso leben sie an den Hängen der Donau zwischen Linz und Passau. Die Tiere brauchen offene Plätze nahe an dichten Büschen. Dort können sie sich aufwärmen und bei Gefahr rasch Deckung finden. Außerdem bieten Mauern aus lose gesetzten Steinen viele Spalten zum Verstecken. Haufen aus Ästen und alte Stämme dienen ihnen als Plätze zum Sonnen. Im Herbst ziehen sie sich in geschützte Höhlen im Boden zurück. Während der kalten Monate bleiben sie dort in Winterstarre.
Beute am Boden und zwischen den Zweigen
Die Östliche Smaragdeidechse frisst vor allem kleine Tiere. Zum Beispiel fängt sie Käfer, Grillen und Heuschrecken. Zudem gehören Spinnen und Asseln zu ihrer Nahrung. Sie sucht nicht nur am Boden nach Beute. Dafür klettert sie in niedrige Bäume und Büsche. Dabei helfen ihr die Augen und der Geruchssinn. Mit dem Maul packt sie ihre Beute und schluckt sie hinunter. Mitunter erbeutet sie auch junge Mäuse. Darüber hinaus nimmt sie auch süße Früchte wie Brombeeren zu sich. Sie trinkt zudem Tau von den Blättern.
Revierkämpfe und Eier in selbst gegrabenen Gängen
- Die Männchen kämpfen zur Paarungszeit um ihre Reviere und vertreiben andere Männchen.
- Dazu drohen sie mit dem Körper und können ihre Gegner auch beißen.
- Die Weibchen legen ihre Eier in selbst gegrabenen Gängen unter der Erde ab.
- Bei einem Angriff können die Eidechsen einen Teil ihres Schwanzes abwerfen.
Sonnenplätze wählen und Fluchtmöglichkeiten sichern
Die Eidechse nutzt Wärme und bleibt dabei nahe an ihrem Versteck. Somit zeigt ihr Verhalten den Wert von gut gewählten Plätzen mit Schutz vor Gefahr. Hast du Östliche Smaragdeidechsen schon beim Klettern in einem Busch entdeckt? Dann teile mit uns, wie sich die Tiere dort bewegt haben.




