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22. Oktober 2026Das Rotkehlchen kommt bei der Gartenarbeit oft ganz nah an Menschen heran. Dabei sucht es in der frisch aufgelockerten Erde nach Würmern und Insekten. Gegenüber anderen Rotkehlchen ist der kleine Sänger jedoch weniger friedlich und verteidigt sein Revier. Deshalb ist sein Gesang auch in der kalten Jahreszeit zu hören.
Orange Brust und ein brauner Rücken
Rotkehlchen haben eine orangerote Brust, Kehle und Stirn. Der Rücken und der Schwanz sind dagegen olivbraun, der Bauch ist hell. Zudem fallen ihre großen, dunklen Augen und die dünnen Beine auf. Ihr Schnabel ist schmal und spitz. Männchen und Weibchen sehen am Gefieder fast gleich aus. Junge Vögel tragen zunächst braun gefleckte Federn. Ihnen fehlt noch die orange Brust. Erst später bildet sich diese Färbung aus.
Zahlen und Fakten zum kleinen Gartengast
- Wissenschaftlicher Name: Erithacus rubecula
- Größe: 12,5–14 cm
- Gewicht: 16–22 g
- Lebensraum: Wälder, Hecken, Parks und Gärten
- Nahrung: Insekten, Larven, Spinnen, Würmer, kleine Schnecken und weiche Früchte
- Besonderheiten: Männchen und Weibchen singen auch im Winter
Dichte Sträucher und geschützte Plätze am Boden
Rotkehlchen sind in Europa, Teilen Asiens und Nordafrikas heimisch. Sie brüten vor allem in feuchten Wäldern mit dichtem Gebüsch. Ebenso kommen sie in Gärten und Parks mit Hecken vor. Dort finden sie Deckung und Plätze für ihre Nester. Diese liegen oft nahe am Boden, etwa zwischen Wurzeln oder in kleinen Höhlen. Außerdem nutzen die Vögel Nischen an Häusern als Brutplatz. Manche bleiben auch im Winter in ihrem Gebiet. Andere ziehen im Herbst nach Süden oder Westen. In der kalten Jahreszeit kommen zudem Gäste aus dem Norden hinzu. Somit können am selben Ort je nach Jahreszeit andere Vögel leben.
Kleine Beutetiere zwischen Erde und Laub
Das Rotkehlchen sucht sein Futter meist hüpfend am Boden. Dafür hält es immer wieder an und schaut sich um. Es pickt kleine Tiere aus der Erde oder zwischen den Blättern hervor. Zum Beispiel frisst es Käfer, Raupen, Spinnen und kleine Schnecken. Darüber hinaus gehören Würmer zu seiner Nahrung. Im Spätsommer und Herbst nimmt es zudem Beeren und andere weiche Früchte auf. Mitunter folgt es Wildschweinen auf der Suche nach Futter. Denn beim Wühlen legen diese Tiere kleine Beutetiere frei. Dadurch kommt der Vogel leichter an Futter aus der Erde.
Gesang zur Abwehr und scharfe Warnrufe
- Rotkehlchen stecken mit ihrem Gesang ein Revier ab und jagen fremde Vögel ihrer Art fort.
- Dazu singen auch die Weibchen im Herbst und Winter.
- Bei Gefahr geben die Vögel kurze, scharfe Ticklaute von sich.
- Sogar nach dem Verlassen des Nestes füttern die Eltern ihre Jungen weiter.
Futterquellen entdecken und Gelegenheiten ergreifen
Das Rotkehlchen findet beim Umgraben neues Futter und nutzt die Chance sofort. Daher zeigt es den Wert, genau hinzusehen und neue Möglichkeiten zu nutzen. Hast du Rotkehlchen schon bei der Suche nach Würmern im Beet beobachtet? Dann lass uns wissen, wie nah die Vögel dabei an dich herankamen.




