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6. August 2026Der Schwarzspecht wirkt zwischen hohen Stämmen fast wie ein schwarzer Schatten. Außerdem leuchtet sein roter Scheitel wie ein kleines Signal im dunklen Wald. Dennoch verrät der scheue Vogel seine Nähe oft zuerst durch kräftiges Trommeln und weit tragende Rufe.
Auffällige Farben im dunklen Wald
Schwarzspechte sind fast krähengroß und wirken mit ihrem langen Körper schlanker als viele Krähen. Dabei bedeckt glänzend schwarzes Gefieder fast den ganzen Vogel. Männchen tragen eine rote Kappe, Weibchen nur einen roten Fleck am Hinterkopf. Der helle Schnabel und die blassgelben Augen heben sich deutlich vom dunklen Kopf ab. Zwei Zehen zeigen nach vorn und zwei nach hinten. Dadurch geben die Füße festen Halt, und steife Schwanzfedern stützen den Körper.
Sechs Spuren zum Waldzimmermann
- Wissenschaftlicher Name: Dryocopus martius
- Größe: 40 bis 46 Zentimeter
- Gewicht: 300 bis 350 Gramm
- Lebensraum: große Laub-, Misch- und Nadelwälder mit alten Bäumen
- Nahrung: vor allem Ameisen, Käferlarven und weitere kleine Tiere
- Besonderheiten: größter Specht Europas und wichtiger Höhlenbauer
Zwischen Buchen und weiten Revieren
Schwarzspechte stammen aus den Wäldern Eurasiens und sind von Südwesteuropa bis nach Ostasien verbreitet. In Mitteleuropa leben sie vom Tiefland bis in Bergwälder. Zum Beispiel wählen sie alte Buchen, Tannen oder Kiefern mit dicken, astfreien Stämmen für ihre Höhlen. Große Reviere verbinden passende Brutbäume mit ergiebigen Stellen für die Nahrungssuche. Totholz ist wichtig und bietet zahlreichen Beutetieren Raum. Allerdings verlieren die Vögel passende Plätze durch das frühe Fällen alter Höhlenbäume und das Entfernen morschen Holzes.
Verborgene Beute unter der Rinde
Der Schwarzspecht sucht seine Nahrung an Stämmen, in morschem Holz und zuweilen am Boden. Zunächst einmal legt er mit kräftigen Schnabelhieben verborgene Gänge frei. Danach zieht er die Beute mit seiner langen Zunge aus dem Holz. Somit stehen Ameisen und Käferlarven besonders oft auf seinem Speiseplan. Spinnen, kleine Schnecken und weitere Insekten ergänzen die Kost. Im Winter öffnet er Ameisenhaufen und frisst nur selten Früchte.
Trommeln, zimmern und Raum schaffen
- Schwarzspechte trommeln und rufen weit hörbar, um ihr Revier und ihre Balzbereitschaft anzuzeigen.
- Zudem bauen sie große Brut- und Schlafhöhlen mit einem hohen, ovalen Eingang.
- Während der Brutzeit wechseln sich Männchen und Weibchen beim Brüten sowie Füttern ab.
- Zusätzlich beziehen Hohltauben, Käuze, Fledermäuse und Insekten verlassene Höhlen.
Ausdauer schafft Raum für viele
Schließlich zeigt der Schwarzspecht, wie ein einzelner Baumeister Raum für viele Waldbewohner schaffen kann. Ebenso macht seine ausdauernde Arbeit deutlich, welchen Wert alte Bäume für das Leben im Wald besitzen. Hast du Schwarzspechte schon einmal trommeln gehört oder an einem Baum entdeckt? Dann erzähle uns, welcher Moment dir von dieser Begegnung im Gedächtnis geblieben ist!




