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Struppiges Fell und erstaunliche Hände
Fingertiere sind ohne Schwanz 30 bis 37 Zentimeter lang und haben dichtes, dunkles Fell. Dabei stehen weiße Haare aus dem schwarzen bis braunen Pelz ab. Die großen Ohren sind sehr beweglich und fangen selbst leise Töne auf. Der buschige Schwanz ist länger als ihr Leib und hilft auf schmalen Ästen. Die starken Hände geben Halt, doch der dritte Finger bleibt sehr dünn und biegsam. Zudem wachsen die Zähne vorn im Maul ein Leben lang nach.
Sechs Spuren zum nächtlichen Sonderling
- Wissenschaftlicher Name: Daubentonia madagascariensis
- Größe: 30 bis 37 Zentimeter Körperlänge, 44 bis 53 Zentimeter Schwanzlänge
- Gewicht: 2,5 bis 2,8 Kilogramm
- Lebensraum: Wälder und bewachsene Gebiete auf Madagaskar
- Nahrung: Insektenlarven, Nüsse, Samen, Früchte, Nektar und Pflanzensäfte
- Besonderheiten: dünner, sehr beweglicher Mittelfinger und ständig wachsende Schneidezähne
Im grünen Dach der Regenwälder Madagaskars
Fingertiere stammen aus Madagaskar und leben in vielen Teilen der Insel. Dabei kommen sie im Osten und Westen in feuchten Wäldern, trockenen Laubwäldern und Mangroven vor. Die meiste Zeit bleiben sie hoch oben in den Kronen der Bäume. Zum Beispiel schlafen sie am Tag in runden Nestern aus Laub und Zweigen. Allerdings bedrohen Rodung und Jagd den Bestand der seltenen Tiere.
Mit Klopfen zur verborgenen Mahlzeit
Das Fingertier frisst Larven von Käfern, Nüsse, Samen, Obst, Nektar und Saft von Pflanzen. Zuerst klopft es mit dem dünnen Finger rasch auf einen Ast. Seine großen Ohren horchen auf hohle Stellen unter der Rinde. Folglich nagt es mit den Zähnen ein Loch in das Holz. Nun schiebt es den langen Finger in den Gang und holt die Larve heraus. Dadurch kommt es an Beute, die für viele Tiere im Holz bleibt. Auch auf Plantagen mit Kokos, Litschi oder Mango finden sie Futter.
Nachts allein auf leisen Pfoten
- Fingertiere sind nachts wach und suchen meist allein nach Futter.
- Zusätzlich sind sie oft viele Stunden auf den Ästen unterwegs.
- Männchen und Weibchen haben eigene Gebiete, die sich teils decken.
- Schließlich teilen sich manche Tiere ein Nest, obwohl sie meist allein schlafen.
Aufmerksam lauschen und Verborgenes wahrnehmen
Das Fingertier zeigt bei der Jagd nach Larven, wie viel ein gutes Ohr und ein feiner Tastsinn leisten. Ebenso zeigt sein langer Finger, wie gut eine seltsame Form zu ihrem Zweck passen kann. Welche Fähigkeit der Fingertiere findest du spannender: ihr gutes Ohr oder ihren langen Finger? Dann nenne uns deine Wahl und erzähle, was dich an der Jagd im Holz am meisten verblüfft!




