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20. August 2026Der Malaienbär ist der kleinste Bär der Welt und fällt durch seinen hellen Brustfleck auf. Er klettert sicher auf Bäume und sucht dort nach Futter. Doch im dichten Wald Südostasiens ist er meist kaum zu sehen.
Kurzes Fell und kräftige Pfoten
Malaienbären haben einen kräftigen Körper, kurze Beine und einen breiten Kopf. Das kurze schwarze Fell wächst dicht am Körper an. Die Schnauze ist deutlich heller als der dunkle Kopf. Auf der Brust tragen sie meist einen gelben bis orangefarbenen Fleck. Doch Form und Größe dieses Flecks sind bei jedem Tier anders. Ihre langen, scharfen Krallen geben ihnen Halt an Stämmen und Ästen. Zudem holen sie mit ihrer langen Zunge Futter aus engen Ritzen.
Wichtige Angaben zur kleinsten Bärenart
- Wissenschaftlicher Name: Helarctos malayanus
- Größe: 100 bis 150 Zentimeter Körperlänge
- Gewicht: 30 bis 90 Kilogramm
- Lebensraum: Regenwälder und andere tropische Wälder in Südostasien
- Nahrung: Früchte, Termiten, Ameisen, Käferlarven, Honig und junge Palmtriebe
- Besonderheiten: kleinste lebende Bärenart, sehr guter Kletterer und bis zu 46 Zentimeter lange Zunge
In den Wäldern Südostasiens
Malaienbären stammen aus Südostasien und leben von Nordostindien und Südchina bis nach Sumatra und Borneo. Dort bewohnen sie vor allem Regenwälder mit vielen Bäumen und viel Futter. In manchen Gebieten nutzen sie auch Wälder, die Menschen bereits stark verändert haben. Dabei suchen sie an Waldrändern oder auf nahen Plantagen nach Obst. Alte Bäume bieten ihnen Schlafplätze und Futter in Holz oder Baumhöhlen. Doch Holzschlag, Jagd und der Handel mit den Tieren gefährden ihre Bestände.
Früchte und Insekten auf dem Speiseplan
Der Malaienbär frisst vor allem Obst, Insekten, Honig und junge Triebe. Zuerst prüft er Holz, Erde oder Baumhöhlen mit seiner guten Nase. Seine langen Krallen öffnen morsche Stämme sowie Nester von Termiten und Bienen. Danach holt er Larven und Honig mit seiner Zunge aus engen Ritzen. Starke Kiefer helfen ihm auch beim Öffnen harter Schalen. Somit kommt er an Futter, das viele andere Tiere nicht erreichen.
Sicher klettern und allein leben
- Malaienbären sind meist am Tag und am Abend aktiv.
- Dabei können sie in der Nähe von Menschen öfter nachts unterwegs sein.
- Mütter leben mit ihren Jungen zusammen, während andere Tiere meist allein bleiben.
- Zudem halten sie keinen Winterschlaf und suchen das ganze Jahr nach Futter.
Vielseitige Körpermerkmale erleichtern die Futtersuche
Der Malaienbär zeigt, wie gut sein Körper zur Suche nach Futter passt. Dadurch setzt er Krallen, Zunge, Kiefer und Nase je nach Futter gezielt ein. Welches Werkzeug der Malaienbären findest du bei der Nahrungssuche am spannendsten? Dann entscheide dich für Krallen, Zunge oder Kiefer und teile den Grund für deine Wahl!




